Die Ausstellung "Angekommen" zu Gast am bkh

In der Ausstellung "Angekommen", die im Februar im A-Gebäude des bkhs zu sehen ist, stehen zehn Frauen im Mittelpunkt. Obwohl sie alle verschiedenen Biographien haben, eint sie eine Sache: Sie alle sind in Deutschland angekommen und haben ihren Weg in die Arbeitswelt geschafft.
Aus unterschiedlichen Herkunftsländern, verschiedenen Alters und mit anderen Zielen und Wünsche ist jede von ihnen vor einer Zeit nach Deutschland gekommen. Viele haben zwar ähnliches erlebt, in dem sie ihre Heimat verlassen und einen Weg für den Neustart in der Fremde finden mussten, dennoch haben sie unterschiedliche Lebenswege hinter sich. Hier angekommen, mussten sie zunächst viele sprachliche und bürokratische Hürden und Herausforderungen meistern, um sich dann die Frage nach der eigenen beruflichen Zukunft zu stellen. Wo möchte ich hin und was ist mein Platz in der Arbeitswelt in Deutschland?
Sprachkurse, Zertifikate und bürokratische Unwegsamkeit bildeten häufig die Realität des Weges in die Arbeitswelt ab, denn oft erfahren die Zugewanderten, dass Abschlüsse nicht anerkannt werden oder die Hürden, hier in einer Ausbildung oder Arbeitsstelle Fuß zu fassen, doch erheblich sein können. So ist gerade zu Beginn ihre Lebenswirklichkeit häufig geprägt von Sorgen und Ungewissheiten, gerade was die eigene berufliche Perspektive angeht. Ein Ankerpunkt war da unter anderen das internationale Frauencafé, welches es seit 2016 in Hattingen gibt, um Frauen auf dem Weg der Integration zu begleiten und sie bei ihrem Ankommen zu unterstützen. Die Ausstellung, bei der auch eine ehemalige bkh- Schülerin, die nun ausgebildete Kinderpflegerin ist, ihren Weg in den Beruf beschreibt, zeigt die Schwierigkeiten, aber auch die Erfolge geflüchteter Frauen in der Stadt.
Die Lebenswirklichkeiten dieser Frauen sollen den Betrachterinnen und Betrachtern der Ausstellung zum einen deren Weg zeigen und zum anderen auch Verständnis für die Situation schaffen.
Wir freuen uns, am bkh einen Ort dafür bieten zu dürfen.
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