Modernste Technik in der Ausbildungs-Metallwerkstatt am bkh

Aktuell hat die Metallwerkstatt ein neues Herzstück erhalten- in der vergangenen Woche wurde eine neue Drehmaschine für die fachpraktische Ausbildung in der technischen Abteilung geliefert.

Ein wichtiger Bestandteil der praktischen schulischen Ausbildung am bkh liegt in der Fertigung von Maschinenelementen. Alle Bildungsgänge in der technischen Abteilung haben einen praktischen Anteil und kommen dadurch mit den Werkzeugmaschinen in der Metallwerkstatt in Berührung. So lernen die Schüler*innen nicht nur theoretisch, was technisch alles möglich ist; sie können das Gelernte auch sofort selbst in der Praxis an Werkstücken umsetzen. „Durch die vom Ennepe- Ruhr- Kreis finanzierte neue Zug- und Leitspindeldrehmaschine ist es uns jetzt möglich, industrielle Standards im Bereich der Drehfertigung auf dem neuesten Stand der Technik zu vermitteln“, betont Oliver Fischer, Fachlehrer am bkh. Im Bereich der praktischen Grundausbildung kann nun wesentlich präziser und unter einem hohen Sicherheitsstandard ausgebildet werden. Die Nicht-Techniker*innen unter den Leser*innen fragen sich sicher, was nun diese neuste Errungenschaft am bkh eigentlich genau ist und was damit hergestellt wird.

Drehmaschinen sind spanende Werkzeugmaschinen, die vorwiegend für die Einzel- und Kleinserienfertigung flexibel eingesetzt werden. Hergestellt werden rotationssymmetrische Werkstücke wie Getriebewellen, Achsen, Ventile usw. für alle erdenklichen Anwendungsgebiete vom Fahrrad bis zur Raumfahrt.

Um das später einmal zu können, bedarf es einer Ausbildung sowie der Einhaltung der Sicherheitsstandards im Umgang mit Maschinen. In diese Richtung können die aktuellen bkh Schüler*innen einen ersten Schritt machen, wenn sie z.B. nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung im Bereich Metalltechnik absolvieren möchten. An Drehmaschinen arbeitet ausgebildetes Fachpersonal wie z.B. Zerspanungs- und Industriemechaniker*innen. Durch die Fachkraft wird die Arbeit geplant, die Maschine eingerichtet, bedient und überwacht. Ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick und auch die nötige Sorgfalt bei den Qualitätskontrollen der eigenen Arbeit sind wichtige Bestandteile einer gelungenen Fertigung an einer Drehmaschine. So sind Präzision und Konzentration gefordert, um Werkstücke zu fertigen, die zum einen den Zweck erfüllen und dem kritischen Auge des Werkstattlehrers standhalten. Damit alle Beteiligten loslegen können, steht aber zuerst die Sicherheit im Vordergrund.

In den nächsten Wochen und Monaten werden sich unsere Schüler*innen nach anfänglicher Unterweisung durch die Werkstattlehrer in die neue Maschine und damit auch neue Fertigungsaufgaben einarbeiten. Das bkh ermöglicht damit den Schüler*innen ihr technisches Knowhow auszuprobieren und gleichzeitig erste Eindrücke der täglichen Arbeit in der Metallfertigung zu bekommen - eine gelungene Kombination von Praxiserfahrung und Berufsvorbereitung. Schon jetzt ist aber klar, dass es durch die neue Maschine in Zukunft mehr Fertigungsmöglichkeiten in der Metallwerkstatt des bkh gibt.

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