Angehende ErzieherInnen am bkh schaffen eine Insel der Ruhe aus Stein

Die neuen ErzieherInnen am Berufskolleg Hattingen erleben in diesem Jahr eine Projekteinführungswoche, die das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient. Im Rahmen des Landesprogrammes "Kultur und Schule" schuf Steinmetz Berthold Welter zusammen mit den Studierenden der beiden Unterstufen der Fachschule für Sozialpädagogik ein Projekt „für die Ewigkeit“.

Schwere Steine wurden mit Flaschenzug sowie im Zusammenspiel aller Kräfte per Hand bewegt, transportiert und bearbeitet. Kanthölzer und Bretter gesägt, geschliffen, gebohrt, genutet und montiert. Eine phantasievolle Bemalung gab den letzten Schliff. Die Studierenden konnten sich selbst erleben, Neues versuchen, sich in einem ganz anderen Tätigkeitsbereich wahrnehmen, sich als Team kennenlernen und zusammenwachsen. Berthold Welter ist nicht nur Steinmetz und Steinbildhauer. Er besuchte auch die Fachhochschule für Bildende Kunst in Köln und schloss danach noch eine Ausbildung zum Freizeitpädagogen an, der eine psychomotorische Zusatzausbildung folgte. Diese Kombination ist sicherlich auch ein Schlüssel zu seinem Erfolg im Umgang mit Menschen, wie die Zusammenarbeit mir den angehenden Studierenden bewies. Sie planten gemeinsam, schufen und verwarfen Ideen, schleppten, schwitzten, werkelten und malten und präsentieren nun mit ihrer Sitzskulptur eine wirklich bewundernswerte Ruheinsel für den Schulhof des bkh. Drei und vier Meter lang sind die Sitzbänke, die in den ausgemeißelten Öffnungen von schweren Findlingen aufliegen und kunstvollgestaltet sind.

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Das Projekt wurde von Lehrerin Sabine Batzer (Medienerziehung und Musik) initiiert und wurde deshalb so erfolgreich, weil es das intensive Kennenlernen und das soziale Miteinander aller Beteiligten in besonderer Weise förderte. „Man weiß jetzt, auf wen man sich besonders verlassen kann. Und wenn man schwere Gewichte bewegen muss, lernt am im wahrsten Sinne des Wortes, dass man nur gemeinsam stark ist. Aber jeder konnte sich auch selbst ausprobieren. Man konnte alles fragen und erhielt immer Unterstützung. Und man hatte dabei nie das Gefühl sich zu blamieren“, so das Urteil der kreativen Teilnehmer. Natürlich zielte dieses Projekt auch darauf ab, diese aus eigener Erfahrung gewonnen Erkenntnisse auf den zukünftigen Erzieherberuf zu übertragen und zu reflektieren. Dass die Projektteilnehmer stolz sind auf ihr Gemeinschaftsergebnis, kann jeder verstehen, der die Ruheinsel einmal gesehen und ausprobiert hat. Die Kreativität und das Teamwork aller Beteiligten wurden im wahrsten Sinne des Wortes in Stein gemeißelt. Für alle eine unvergessliche Erfahrung.

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