Ein Projekt, das verbindet

von links Sebastian Swist, Nikolay Westfal, Oliver Stratmann von links Sebastian Swist, Nikolay Westfal, Oliver Stratmann

Friedrich Fröbel, bekannt als Schöpfer der Bezeichnung „Kindergarten“, hat im 19. Jahrhundert einige pädagogische Materialien entwickelt, deren Bedeutung für das Spiel und die Entwicklung von Kindern bis heute von ungebrochener Bedeutung ist.

Eins dieser Materialien ist der sogenannte Fröbelturm, der aus verschiedenen Holzklötzen und Seilen besteht. Aufgabe ist es, den Turm ausschließlich unter Zuhilfenahme der Seile zu erstellen, wozu ein hohes Maß an Geschicklichkeit, Teamgeist und strategischem Denken erforderlich ist. Nun müssen die Einzelteile nicht zwangsläufig aus Holz, sondern können ebenso aus Metall bestehen, was zum Anlass für ein Kooperationsprojekt der Abteilung Technik und der Abteilung Sozial- und Gesundheitswesen wurde.

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Schüler der höheren Berufsfachschule für Metalltechnik und Schüler der Berufsschule (Zerspanungsmechaniker) machten sich in Absprache mit ihrer Lehrkraft Oliver Fischer ans Werk und verteilten die Aufgaben folgendermaßen: Die Schüler Justin Raddatz und Achim Pilica haben nach der Erstellung von Arbeitsplänen und der Materialauswahl die Fertigung der Turmsegmente auf einer konventionellen Zug- und Leitspindeldrehmaschine durchgeführt. Die angehenden Zerspanungsmechaniker haben die Fertigung des Trägers auf der CNC- Fräsmaschine übernommen und dabei besonders auf die Auswahl der geeigneten Werkzeuge und die Auswahl der Spannelemente für das verwendete Holz geachtet.

Was geschieht nun mit den fertiggestellten Türmen. Dazu Lehrerein Hanna Funke von der Fachschule für Sozialpädagogik: „In der Oberstufe der Erzieherinnen-Ausbildung ist ein Thema die Soziologie der Gruppe. Hier geht es u.a. auch um gruppenfördernde Methoden. Eine dieser Methoden ist der Fröbelturm als kooperatives Spiel. Wir erproben dies in der Klasse in verschiedenen Varianten, z.B. Absprachen ohne Worte oder es dürfen nur die sprechen, die sonst stiller sind oder man erhöht die Schwierigkeit, indem noch ein Ball mit eingebaut werden muss in den Turm. In den Praktika in der OGS und im Jugendzentrum oder Heim wird der Fröbelturm dann gerne von den Studierenden ausgeliehen und eingesetzt, z. B. als ein Element in einer Spielekette. Daher war es wichtig für uns, mehr als nur einen Fröbelturm zur Verfügung zu haben und wir sind dem Kollegen Fischer und seinen Schülern dankbar für die Anfertigung.“

Arbeitsergebnis Fröbelturm 1024

Das Kollegium der Fachschule für Sozialpädagogik ist erfreut über die vielfältigen Möglichkeiten der Anwendung des Fröbelturms und könnte sich weitere Kooperationen mit der Technik-Abteilung vorstellen.

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