Wer bin ich und was hat das mit meinem Beruf zu tun?

Bühnenreife Darstellungen der Unterstufenklassen für ErzieherInnen Bühnenreife Darstellungen der Unterstufenklassen für ErzieherInnen

Ein gelungeneres Motto als „Identität“ hätte ein Projekt für die Neuankömmlinge in der ErzieherInnenausbildung zum Schuljahresbeginn 2017 nicht haben können. Denn in der Ausbildungszeit werden die Studierenden mit Anforderungen und Erfahrungen konfrontiert, die eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Rolle unumgänglich machen.

 

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In den Spiegel schauen, sich spiegeln und gespiegelt werden…

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… in vielfältigen Lebensbereichen

Es gilt nun, eine berufliche Identität zu entwickeln und diese in das persönliche Selbstbild zu integrieren. Gerade der Eintritt in die Ausbildung ist durch viele Fragen und Unsicherheiten geprägt und die Studierenden müssen sich erst in die Anforderungen an sie als Auszubildende und zukünftige ErzieherInnen heineinfinden.

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Wie ist mein Bildungshintergrund? Was davon vermittele ich wie weiter und warum? Wie erleben die Schüler diese Phase und was macht für sie die Persönlichkeit eines Menschen aus? Welche Wünsche, Bedürfnisse und Ängste haben sie? Wie möchten sie gern sein und wie sehen sie sich selbst? Welche Eigenschaften, besonderen Merkmale und Eigenarten haben sie und wie bewerten sie diese? Über welche Fähigkeiten verfügen sie?

Diesen und anderen Fragen zum Thema haben sich die Auszubildenden auf unterschiedlichste Art und Weise genähert und nach tänzerischen, medialen und darstellerischen Umsetzungsformen gesucht.

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Lebens“stil“ und was ich davon weitergebe

Mit Hilfe von improvisatorischen Bewegungstechniken beschäftigten sie sich mit ihrer individuellen Bewegungssprache und untersuchten, inwiefern ihre Persönlichkeit sich in ihrer Körperhaltung sowie typischen Gesten und Gesichtsausdrücken widerspiegelt. Diese individuellen Bewegungen konnten über zeitgenössische Tanz- und Choreografietechniken in eine tänzerische Form überführt werden. Über die Betrachtung von Fotos aus verschiedenen Lebensphasen konnten die Studierenden ihre Entwicklung bis heute und ihre Perspektiven und Wünsche für die Zukunft beleuchten und diese in eine mediale, tänzerische oder szenische Form bringen. Dabei ging es um Themen wie Familie, Freunde, Liebe, Kultur und Religion, Schule, Urlaub, allgemein um Lebensweisen und den Spagat zwischen Fremd- und Selbstbestimmung.

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Gratwanderung zwischen Fremdbestimmung…

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…und Selbstbestimmung

Die entstandenen Szenen, Choreografien, Texte und Bilder wurden in einem Gesamtstück miteinander verwoben und im Rahmen einer Präsentation im voll besetzten Forum vor Klassen der Abteilung Gesundheit und Soziales sowie den darin unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern des Berufskollegs aufgeführt.

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Welche Art von Partnerschaft führe ich und was bedeutet das für meine Berufsrolle?

Beeindruckend, intensiv und kreativ haben die Studierenden die Themen umgesetzt. „Teilweise fast schon selbstverständlich-professionell“, bewertete eine der Zuschauerin die Darbietungen auf der Bühne. Eindringlich anmutende Szenen wurden mit Musik unterlegt, die die Aufführungen als „Verstärker“ untermalten. „Man konnte schon richtige Gänsehaut kriegen“.

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Was bedeutet für MICH Religion?

Das künstlerische Projekt, das Tanzpädagogin Sabrina Klammer im Rahmen des vom Land unterstützten Förderprogramms „Kultur und Schule“ mit den „Neuen“ durchführte, hatte Sabine Batzer, Lehrerin für Musik und Medienerziehung, auf bewährte Weise organisiert. Die unterrichtenden Teilnehmer gehören zu einem „Künstlerpool“, der Schulen für die Suche nach geeigneten Künstlern zur Verfügung steht. Mit Sabrina Klammer hatten die Newcomer in der Erzieherausbildung ein Multitalent an ihrer Seite. Die Tanzpädagogin mit dem Schwerpunkt Tanztheater(improvisation) hat bereits zahlreiche Tanztheaterprojekte durchgeführt. Sie leitet Kurse mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und leitet Workshops. Am Ende gab´s lang anhaltenden Applaus für die Aufführenden und ihren Coach sowie einen Blumenstrauß für Sabrina Klammer.

we91 1024v.l.n.r.: Sabine Batzer, Fachlehrerin für Medien/Musik und Organisatorin der Veranstaltung, Tanzpädagogin Sabrina Klammer und Mechthild Böker, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik

Aber bald geht es ja noch weiter und Sabrina kommt wieder. Dass sich die Studierenden jetzt schon auf sie freuen, steht außer Zweifel!

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